"AUF EINEN BLICK"

Musikproben:

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Aula, "Lindenschule" Neuenstadt

 

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Auszüge aus unserer Vereinschronik

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Im Folgenden finden Sie Auszüge aus der Festschrift anlässlich der Feier im Jahre 1996 zum Jubiläum "275 Jahre urkundliche Erwähnung, 100 Jahre Musikverein und 26 Jahre Big Band".

 

1586
(Auszug aus der Stadtchronik, Seite 332: "Die Musik")

 

In unserer Stadt ist die Musik mind. 400 Jahre gepflegt worden.

 

In der Kirche und Schule war sie ein Element, das den Menschen über sich selbst hinaushob. 1586 zog als Präzeptor der Lateinschule Carolus Cabey als Tenorist in die Hofkantorei des Herzogs Christoph in Stuttgart zu uns als Lehrer und Musiker der neue Impulse gab.

 

Im gleichen Jahr stießen der Diakon Salomo und der Turmbläser Kern dazu. Der Turmbläser spielte im übrigen 1909 zur Hochzeit Herzogs Joh. Friedrich etliche Schalmeien in Stuttgart auf.

 

Die Stadtmusikanten auch Stadtzinkinsten genannt (kam von "Zinken", einem Blasinstrument der alten Zeit) deren musikalische Betätigung oder Aufgaben waren: Mitwirkung an Gottesdiensten, die musikalisch reicher ausgestattet waren als heute.

 

Täglich mußte der Turm bestiegen werden um Choräle und Psalmen zu blasen. Dies mußte werktags zweimal, Sonn- und Feiertags dreimal geschehen.

 

Im Sommer fand das morgendliche Blasen am Sonntag bereits um 6 Uhr statt. Die Bläser mußten mind. zu dritt sein, es sollte 1699 mit einer Zinken und zwei Posaunen gespielt werden.

 

Doch auch "zu außerordentlichen Zeiten, wenn Gott schwer Wetter oder ungewöhnliche Zeichen am Himmel oder Luft Hören und sehen läßt", sollte der Stadtmusikant "tags oder nachts seinen Bueßpsalm oder andere hierzu dienliche Lieder zur Aufmunterung auf dem Kirchturm anstimmen".

 

Man kann sich vorstellen, wie der arme Musikant bei Blitz und Donner und sicher nicht ohne Angst die Stiegen zum Turm emporhastete, um oben seinen Psalm zu intonieren.

 

Doch er hat dadurch der Gemeinde ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt. für die Verpflichtung bezog er von der Stadt und Almosenpflege jährlich je 24 Gulden, 1 Eimer Wein (300l), 1 Scheffel Roggen und 5 Scheffel Dinkel.

 

Erlaubt war ihm aber "bei Hochzeiten und anderen erlaubten Dänzen und Fröhlichkeiten" aufzuspielen.

 

1721
(Auszug aus der Stadtchronik, Seite 240)


Am 18.8.1721 erlies Herzog Eberhard Ludwig eine eigene Zinkinistenverordnung für sein Städte:

 

"In den Städten ist die einfache Einrichtung der Stadtzinkinisten die an Sonntags-Morgen vom Kirchturme herab ein frommes Lied posaunen, zu musikalischen Leistungen bei Kirchweihen, Hochzeiten, Bällen, Taufschmausereien der Notabilitäten ein Privilegium besitzen, in das kein Dritter eingreifen darf."

 

Die Harmonie oder Disharmonie besteht bei solchen Gelegenheiten in der Regel aus 2 Violinen, 1 Baßgeige, 1 Flöte 1 Clarinette und vererbt sich unter den Mitgliedern nach dem Erstgeburtsrecht", welches die Neuenstadter nunmehr formal in die Tat umsetzten.

 

1840 ergänzte bspw. Griesinger:

 

"Wer das Vergnügen gehabt hat, einer musikalischen Unterhaltung der Stadtzinkinisten beizuwohnen... wir den unseligen Baß Monate lang im Kopf nachbrummen lassen können..."

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